Chronologie

Nach dem Vorbild der englischen Playgroups und der deutschen Kinderläden entstanden in den 1970-er Jahren auch in der Schweiz erste Spielgruppen. In unserem Land waren diese nicht unumstritten. Heute wird und ist ihre Bedeutung bestens anerkannt.

Manche Spielgruppen sind immer noch private Einrichtungen. Für viele wurden auch Spielgruppenvereine gegründet oder sind in Gruppen anderer Institutionen wie Eltern- und Frauenvereinen angegliedert.

Der grosse persönliche Einsatz der einzelnen Spielgruppenleiterin zum Wohl der Kinder, trägt die ganze Spielgruppenbewegung. Es wurde und wird weiterhin viel geleistet auf allen Ebenen auch mit viel freiwilligen Arbeit.

Die Spielgruppenlandschaft ist sehr vielfältig, lebendig und in ständiger Entwicklung und Veränderung.Der Schweizerische Spielgruppenleiterinnen Verband möchte die Spielgruppen auch in politischer und öffentlicher Arbeit unterstützen und ihre Anliegen wahrzunehmen

Einige wichtige Daten:

2013/14 Projekt "Wir kommen zu dir": Ausarbeitung, Durchführung und Evaluation in 8 Fach- und Kontaktstellen mit freundlicher Unterstützung von Stiftung Mercator Schweiz, Migros Kulturprozent, Paul-Schiller-Stiftung und Bundesamt für Migration
2014 Medienkonferenz zur Studie "Spielgruppenlandschaft Schweiz", die mit freundlicher Unterstützung der Jacobs Foundation von Interface Politikstudien Schweiz erstellt wurde
2012 Grosse Spielgruppenumfrage in Zusammenarbeit mit der IG Spielgruppen Schweiz GmbH
2011 "Spielgruppen fordern mehr Anerkennung" Übergabe der Petition mit mehr als 17'000 Unterschriften
2010 "Spielgruppen fordern mehr Anerkennung" Kundgebung des SSLV auf dem Bundesplatz in Bern mit über 1000 Spielgruppenleiterinnen
2009  Basel-Stadt übernimmt als erster Kanton flächendeckend die Kosten für einen Spielgruppenbesuch, wenn Kinder es zur Sprachentwicklung und Förderung nötig haben.
2008  Die meisten Spielgruppen-Ausbildungen schliessen sich unter dem Dach des SSLV zur Ausbildungskommission zusammen und stehen für eine gute Qualität in Spielgruppen-Aus- und Weiterbildung.
2001  Der Schweizerische SpielgruppenLeiterinnenVerband wird gegründet. Er nimmt künftig auf schweizerischer Ebene die Interessen der SpielgruppenleiterInnen wahr. Er
  • steht für mehr Anerkennung und finanzielle Unterstützung ein
  • engagiert sich für die Spielgruppenbewegung
  • ist kompetenter Verhandlungspartner in der Bildungslandschaft
  • arbeitet mit anderen Verbänden und Organisationen zusammen
  • fördert den Kontakt der Berufstätigen regional und national
  • fördert die Qualität in der Spielgruppen
  • ist politisch und konfessionell neutral
2000  Eine Arbeitsgruppe erarbeitet das erste Qualitätslabel für Spielgruppen.
1999  Die Fach- und Kontaktstellen (FKS) sind unter dem Dach der IG Spielgruppen Schweiz im Symposium miteinander vernetzt. Das Symposium findet jährlich statt, immer wieder bei einer anderen FKS, in einer anderen Region. Der Wunsch nach einem schweizerischen Verband wird laut. Eine Gruppe, unter der Leitung von Esther Meier und Margrit Anderegg, geht in Planung. Die Grundausbildung für Spielgruppenleiterinnen wird selbstverständlicher. Viele Spielgruppen wählen die Rechtsform des Verein. Einzelne Kantone schafften Grundlagen zur Bewilligungspflicht betreffs Führung einer Spielgruppe.
1992  Es gibt zehn verschiedene Ausbildungen zur SpielgruppenleiterIn. Mehr als 40 regionale Fach- und Kontaktstellen (FKS) in der ganzen deutschen Schweiz bieten Erfahrungsaustausch- und Weiterbildungstreffen für angeschlossene Spielgruppenleiterinnen an.
1987  Schweizerische Spielgruppen-Zeitschrift (IG Spielgruppen Schweiz) wird gegründet.
1978  Weitere Anerkennung in der Öffentlichkeit. Räume werden zum Teil zur Verfügung gestellt, vereinzelt auch finanzielle Unterstützung durch Private, Institutionen, Stiftungen. Vermehrt besuchen Kinder aus allen sozialen Schichten der Bevölkerung die Spielgruppe. VIPS überregionale Vereinigung Interessengemeinschaft pro Spielgruppen entsteht (löst sich 1986 wieder auf).
1975  Veränderte Normen greifen auch in den Spielgruppen: partnerschaftlicher Stil, das Kind ernst nehmen, Grenzen setzen ermutigen, Toleranz. Erster Ausbildungskurs für SpielgruppenleiterInnen an der Mütterschule Zürich.
1973  Erste Tagung in der Paulus Akademie zum Austausch über Kinder in Vorschuleinrichtungen. Mit dem Pionier Hans Fluri, Brienz trafen sich folgende Interessierte, die sich auch heute noch für die Spielgruppenbewegung engagieren. Margrit Anderegg, Lucie Hillenberg, Deli Hirtz, Marià Kennessey, Esther Meier usw.
1970  Erste Spielgruppen für Kinder im Vorschulbereich (ab 3 Jahren) entstehen der Erziehungsstil ist eher antiautoritär geprägt.
1968  Erste Experimentierkindergärten.