Erläuterung zur Definition

Allen Spielgruppen ist gemeinsam, dass sie Kindern vor dem Kindergarten ganzheitlich in Spiel, Gestalten und Begegnen umfassende Erfahrungsfelder ermöglichen und sie dabei unterstützen.

Einige Spielgruppen haben sich nun auf einen Bereich besonders spezialisiert und diesen in den Vordergrund ihrer Tätigkeit gestellt. Sie unterscheiden sich durch den Ort, das bevorzugte pädagogische Angebot oder einen speziellen Auftrag (z.B. durch die Behörde). Die Mitarbeiterinnen haben dafür eine Zusatz-Ausbildung absolviert. Bei den Spielgruppen mit besonderem Schwerpunkt ist im Aus-schreibungstext auf die Spezialisierung hinzuweisen, damit diese für interessierte Eltern sichtbar wird. Die Spielgruppenpädagogik, wie sie in den  Verbands-Ausbildungskriterien und im Berufsbild der Spielgruppenleiterin dargestellt ist, muss aber auch in diesen Spielgruppen (z.B. Frei-spiel) umgesetzt werden.

Zu Spezialisierungen zählt der Berufsverband folgende Angebote:

  • Wald-Naturspielgruppe (Begegnung mit der Natur), Bauernhofspielgruppe (Begegnung mit Tieren / bäuerlichem Leben) etc.
  • Musik-Spielgruppe, Kreativ-, Mal-, Werk-Spielgruppe, Bewegungs-Spielgruppe, Koch-Spielgruppe (gesunde Ernährung) etc.
  • Sprach-Spielgruppe (Spielgruppe+ /SmiZ), heilpädagogische Spielgruppe, integrative Spielgruppe, Integrations-Spielgruppe etc.
  • Vor-Spielgruppe (Zwergli-Gruppe, Müsli-Gruppe, Spieltreff, Minigruppe) etc. Diese Gruppen nehmen Kinder grundsätzlich früheren Alters auf,- ab ca. 2 ½ Jahren. Hier ist das Konzept der Spielgruppe auf das jüngere Alter angepasst (kleinere Gruppe, höherer Betreuungsschlüssel, angepasstes Spielangebot, weniger Werken, genügend Bewegungsraum).
  • Halbtages-Spielgruppe, Mittagstisch etc. (Dauer: hier ist die Grenze zu den Kriterien* „Kita“ zu beachten.

Beim Mittagstisch sind Vorgaben des Gesundheitsamtes zu beachten (es ist vorgängig Kontakt mit den Gemeinden aufzunehmen.)

Nicht mehr als Spielgruppe zählt der Berufsverband Angebote wie:

  • Eine Reitstunde für 3-jährige, auch wenn sie Rössli-Spielgruppe heisst
  • Eine Stunde Kinderturnen, auch wenn sie Bewegungs-Spielgruppe heisst
  • Isolierte Sprachförderung, auch wenn sie Sprach-Spielgruppe heisst
  • Gruppen ohne feste Anmeldung mit wechselnden Kindern, auch wenn sie Spielgruppen heissen
  • Kindertagesstätten, die zu bestimmten Stunden externe Kinder dazu nehmen, auch wenn sie Spielgruppe heissen

Kantonale und regionale Bestimmungen

Vermehrt werden in Kantonen und Gemeinden die Bedeutung der Spielgruppen wahrgenommen und Bestimmungen dazu ausgearbeitet. Wo solche bestehen, sind diese zu beachten.

Abgrenzung zur Kita - Gesetzliche Grundlagen*

Publikationen auf www.kibesuisse.ch

Gestützt auf die eidg. Pflegekinderverordnung Art 2 und 13ff untersteht die Aufsicht und Bewilligung von Kindertagesstätten den Kantonen. (Für Liechtenstein gilt die entsprechende Pflegekinderverordnung: Aufsicht und Bewilligung obliegen dem Land Liechtenstein). Die kibesuisse-Richtlinien bieten Hand für eine vernünftige Umsetzung dieser Verordnung. Sie sind die Basis für einen konstruktiven Dialog mit den Kantonen sowie unter den Mitgliedern von kibesuisse, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz.

Geltungsbereich
Als Kindertagesstätten gelten Einrichtungen, die Kinder ab 3 Monaten bis zum Ende der Schulzeit betreuen, regelmässig an mindestens 5 halben Tagen in der Woche geöffnet sind und mehr als 5 Plätze anbieten.

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